Fußball: I. Herren unterliegt GMHütte 1:4 im Heimspiel

In der Bezirksliga 5 musste Quitt Ankum eine bittere 1:4-Heimniederlage gegen die Viktoria aus GMHütte einstecken. Dabei bot die Elf von Trainer Frank Werner zu Hause dem neuen Tabellenführer lange Zeit die Stirn.

„Die ersten 20 Minuten waren gleichwertig, danach waren wir schon spielbestimmend. Knackpunkt war das 0:1, das wir dummerweise bekommen haben“, ärgerte sich Ankums Coach. Es war in der Tat die erste Möglichkeit der Gäste im Spiel; Hütte fand die Lücke in Ankums Verteidigung, und Marco Börger ließ sich nicht zweimal bitten.

Nur zwei Minuten später musste David May-Johann im Ankumer Tor erneut hinter sich greifen. Artur Morast und Kristian Klövekorn behinderten sich mit tatkräftiger Unterstützung von Hütte-Stürmer Deniz Yarin beim Abwehrversuch. Julian Heuer war der Nutznießer und traf frei stehend aus kurzer Distanz. „Der Doppelschlag war schon unglücklich, weil zuvor ein Foulspiel begangen wurde“, war Werner außer sich.

Schon vor der Gäste-Führung hatte der Unparteiische der Heimelf einen Strafstoß verweigert. „Es ist schade. Wenn wir in der ersten Halbzeit den Elfmeter bekommen, wo das Foul klar im Sechzehner war, dann läuft es vielleicht anders“, meinte der 52-Jährige. Florian Schnurpfeil war bei einem Konter an der Sechzehnerkante unfair gestoppt worden. Zwar sah es so aus, als ob der Quitt-Kapitän im Strafraum zu Fall kam; der Schiedsrichter verlegte jedoch den Freistoß nach außerhalb.

Die Hausherren mussten sich nach dem Doppelschlag kurz schütteln, fanden ihre spielerische Linie aber wieder, ohne aber das Tor der Viktoria zu bedrängen. So blieb das Spitzenteam vor dem Tor brutal effektiv. Auf der anderen Seite sprang ein Ankumer Klärungsversuch von Schnurpfeils Schienbein ins eigene Netz zum 0:3. Mit dieser Hypothek ging es in die Pause. Zwar keimte mit dem frühen Anschlusstreffer durch Youngster Jonas Gramann nach Wiederbeginn Hoffnung auf.

Nach dem Platzverweis für Klövekorn sorgte Yarin für den K.-o.-Schlag. „Am Ende ist der Sieg verdient. Hütte hat körperbetonter gespielt und war in den Zweikämpfen stärker. Das zeichnet Hütte aus, dass sie auch aus wenigen Möglichkeiten viel machen. Deswegen stehen sie oben in der Tabelle“, gratulierte Werner den Gästen. Ankum habe gegen eine starke Defensive kein Mittel gefunden. „Vom spielerischen her kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte der 52-Jährige.

Vor dem Derby in Rieste muss sich Werner personell etwas einfallen lassen. Mit Klövekorn, Dennis Lünnemann und Christopher Cook (beide fünfmal Gelb) sind drei Spieler gesperrt. „Das wird gegen Rieste nicht einfach. Aber das ist ein Derby, da herrschen andere Gesetze“, meinte Werner.

Fazit: Gegen den neuen Tabellenführer war man spielerisch mindestens gleichwertig, wenn nicht sogar überlegen. Das Ergebnis war vom Spielverlauf her vielleicht 1 bis 2 Tore zu hoch, doch die Cleverness, besonders vor dem Tor, zeigte, wer schon eine Spitzenmannschaft in der Bezirksliga ist und wer daran noch zu arbeiten hat.

Trotz der Niederlage und Ausfällen kann man mit einem guten Gefühl in das Derby gegen Rieste gehen und ohne Druck aufspielen.

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